Die Philologie ist eine wissenschaftliche Disziplin, die im Altertum geboren wurde und dank der Humanisten auch in der Renaissancezeit auf Interesse stiess. Sie besteht im Studium der alten Sprachen, besonders des Lateinischen, des Griechischen und des Hebräischen und der Beschäftigung mit den diversen heidnischen und christlichen Schriften, die über die Jahrhunderte hin überliefert worden waren. Um diese Sprachen korrekt zu erlernen, waren Texteditionen, Grammatiken und andere Referenzwerke notwendig: die Humanisten beschäftigten sich mit der Deckung dieses Bedarfs, so dass man mit J. IJsewijn sagen kann: «Philology was the basis of humanism». Der Wunsch der Humanisten, die klassische Welt in ihrer ganzen Reinheit wiederzuentdecken hat sie dazu angeregt, nach griechischen und lateinischen Handschriften zu suchen und sie zu edieren. Immer mit dem Ziel vor Augen, die antiken Autoren besser zu verstehen, verfassten die Gelehrten zugleich eine grosse Zahl von Kommentaren und Anmerkungen zu antiken Texten. Es wäre eine eintönige Aufgabe, eine Liste aller dieser Philologen zu erstellen; wir beschränken uns daher darauf, einige berühmte Namen in Erinnerung zu rufen: Lorenzo Valla, Angelo Poliziano, Nicolas Perotti, Erasmus von Rotterdam, Justus Lipsius, Joseph Justus Scaliger.
Philologische Arbeit beginnt damit, die Authentizität und Autorschaft eines antiken Textes festzustellen. Der Philologe untersucht die linguistischen, chronologischen und historischen Daten, um die Urheberschaft und die Datierung eines Werkes zu bestätigen oder zu verwerfen. Eines der ersten und berühmtesten Beispiele für eine philologische Textuntersuchung ist die der sogenannten Konstantinischen Schenkung von Lorenzo Valla. Das Aufkommen der Reformation und der konfessionellen Kontroversen verstärkte diesen Wunsch, die Verlässlichkeit von Texten – etwa der Kirchenväter – zu überprüfen. Aber auch andere Arten von Texten wurden Gegenstand philologischer Untersuchungen: die antiken Rechtssammlungen wie der Codex Iustinianus und ganz besonders die heidnische (lateinische und griechische) Literatur. Selbst die Heilige Schrift entging dieser kritischen Überprüfung nicht.
Ein Philologe stellte sodann einen Text mittels folgender Methoden her: der emendatio ope codicum und der l’emendatio ope ingenii, das heisst der Textverbesserung auf Basis eines Handschriftenvergleichs und der Verbesserung durch Textkonjekturen. Die in Klöstern verborgenen oder in Privatbesitz befindlichen Handschriften waren häufig selten und schwer zugänglich (wer zu ihnen Zuging erhielt, fertigte bisweilen eine Abschrift an), und manche davon waren schwer korrumpiert. Sobald die Humanistenphilologen die Gelegenheit erhielten, eine Handschrift zu konsultieren, verglichen sie sie mit den existierenden Editionen; dies taten sie aber nur stichprobenartig und nicht systematisch, wie es heute üblich ist. Leider geschah es nicht selten, dass die Handschriften nach Gebrauch weggeworfen wurden. Die Konjekturalmethode basierte auf der Kenntnis des Stils, des Vokabulars und der Ideenwelt des betreffenden antiken Autors; dies gab sicher auch Anlass zu allzu subjektiven und ungerechtfertigten «Textverbesserungen». Da es in den Textausgaben jener Zeit noch keinen kritischen Apparat gab, wurden die Korrekturvorschläge allgemein in den Kommentaren untergebracht, die der Textausgabe entweder beigegeben waren oder gesondert erschienen. Man nimmt bei der Textherstellung in der Renaissancezeit einen gewissen Konservatismus wahr. Das solide Erscheinungsbild des gedruckten Textes hat die Philologen eher entmutigt, Änderungen vorzunehmen. Im Übrigen drängten die unter ökonomischen Zwängen stehenden Druckerverleger die Humanisten dazu, ihre Editionen rasch herzustellen. Der akademische Lehrkörper seinerseits bevorzugte diejenigen Textversionen, die ihm vertraut waren, und ging auf Textprobleme in seinen Vorlesungen kaum ein.
Die Erneuerung der Philologie in der Renaissance hatte auch Auswirkungen auf das Bildungswesen. Der Unterricht in den klassischen Autoren verfolgte praktische, moralische, politische und stilistische Ziele. Die Schüler versuchten, den von ihnen behandelten antiken Schriftsteller nachzuahmen oder mit ihm zu wetteifern, wobei sie sich seiner nicht in sklavischer Imitation, sondern auf kreative Weise als Vorbild bedienten. Stil, Vokabular und Inhalt des gewählten Werkes boten ihnen ein Modell, dem sie folgen konnten, um dadurch ihre historischen Kenntnisse, ihre Ausdrucksfähigkeit in den alten Sprachen und ihre Moral zu verbessern. Terenz, Cicero und Vergil gehörten zu den am meisten studierten Autoren; dazu kamen am Ende des 16. Jahrhunderts Seneca und Tacitus.
Die unter den Akademikern jener Zeit übliche Mobilität (peregrinatio academica) machte es den Gelehrten, den Professoren und ihren Studenten möglich, ihre ausländischen Kollegen zu treffen und bisweilen auch, beim Besuch von Buchhändler, Klöstern und Bibliotheken Handschriften einzusehen. Manche Orte waren für philologische Arbeit besonders günstig. In der Schweiz galt dies für Basel (seit 1501 Teil der Eidgenossenschaft), wo die studia humanitatis einen guten Nährboden fanden: davon zeugt die Anwesenheit zahlreicher ausländischer Humanisten wie Erasmus, Beatus Rhenanus, Sigismund Gelenius und anderen. Basel besass eine Universität (gegründet 1460) und beherbergte sehr renommierte Drucker wie die Frobens und die Amerbachs, die zahlreiche Früchte humanistischer Arbeit veröffentlichten. Die Durchführung der Reformation im Jahr 1529 vertrieb zwar Gelehrte wie Erasmus und Glarean (ersteren kurzfristig, letzteren für immer), konnte aber die Erfolgsgeschichte der Stadt nicht nachhaltig beschädigen.
Die Ziele der Philologen waren nicht strikt auf den epistemologischen oder pädagogischen Bereich beschränkt. Wenngleich der Humanismus eine Bewegung war, die geographische und politische Grenzen überschritt, so verfolgte er paradoxerweise zugleich das Ziel, regionale und nationale historische Überlieferungen zur Geltung zu bringen; bei den Schweizer Humanisten entdeckt man in dieser Hinsicht ein besonders Interesse an Caesar, der eine wichtige Quelle hinsichtlich der Helvetier darstellt, die man damals für die Vorfahren der Schweizer hielt. Ein weiterer zentraler Bestandteil humanistischen Denkens war die Anwendbarkeit antiker Texte auf die eigene Gegenwart. Jedes Werk besass einen praktischen Nutzen: Cicero war das stilistische Modell für Prosatexte, Vergil für poetische Texte; Seneca inspirierte die Vertreter des Neostoizismus, Tacitus die Politiker und die Höflinge; Platons Denken wurde als Vorläufer des Christentums betrachtet etc.
Da die Kenntnis der griechischen Sprache im lateinischen Abendland begrenzt war, übersetzten die Humanisten griechische Texte generell gerne ins Lateinische, und dies immer mit dem Ziel, das klassische Erbe zu bewahren und wiederzubeleben. So übersetzten z. B. Dichter wie Angelo Poliziano oder Eobanus Hessus die Ilias Homers ganz oder teilweise; Erasmus übersetzte die Hekuba und die Iphigenie in Aulis des Euripides. Zahlreiche italienische Humanisten zeichneten sich durch Übersetzungen aus: Leonardo Bruni, Lorenzo Valla, Marsilius Ficinus. In anderen Gegenden Europas beschäftigten sich Rudolf Agricola, der bereits erwähnte Erasmus, Thomas Morus und viele andere mit solchen Arbeiten. Solche Übersetzungen verfolgten auch ein pädagogisches Ziel, denn sie halfen beim Erlernen der Grammatik.
2. Die Schweizer Humanisten als Herausgeber und Kommentatoren
Die Gesamtzahl der Editionen antiker Texte und der Kommentare zu diesen Texten, die im 16. und 17. Jahrhundert in der Schweiz erstellt und veröffentlicht wurden, ist enorm. Es ist daher unmöglich, im Folgenden auf alle diese Werke einzugehen.
Heinrich Glarean ist eines der besten Beispiele für diese Editions- und Kommentierungstätigkeit, und dies sowohl durch den Facettenreichtum wie durch die schiere Anzahl seiner Arbeiten; dies wird in der Einleitung zu diesem Autor detailliert dargestellt. Hier sei nur erwähnt, dass er sich als Editor und Kommentator für folgende Autoren interessierte: Donatus, Dionysios von Halikarnassos, Horaz, Ovid, Sallust, Caesar, Livius, Terenz, Cicero, Boetius, die Batrachomyomachie, Lucan, Valerius Maximus, Eutropius, Johannes Caesarius, Quintus Curtius, Sueton und Justin.
Conrad Gessner blieb dahinter nicht zurück. Wie auch in der Einführung zu diesem Autor auf diesem Portal erwähnt wird, hat er zwar wenig Kommentare oder Anmerkungen verfasst hat, dafür aber viele Texte ediert: die Anthologie des Stobaios, einen gereinigten Martial, Älian, die Apologie und die Schrift De resurrectione des Athenagoras, die Selbstbetrachtungen des Mark Aurel, deren editio princeps er besorgte. Er veröffentlichte auch mehrere lateinische Übersetzungen griechischer Texte.
Auch Joachim Vadian edierte zahlreiche lateinische Texte; dies wird in der Einführung zu diesem Autor näher behandelt. Er edierte Werke Ciceros, Sallusts, Plinius des Älteren, des Coelius Sedulius, des Albertus Magnus, des Beda Venerabilis, des Pier Paolo Vergerio d. Ä., des Lorenzo Valla, des Giovanni Pontano und Ulrichs von Hutten; ausserdem lateinische Übersetzungen von Werken des Euripides, des Isokrates, sowie der Batrachomyomachie, des Dionysios Periegetes und des Basilius von Caesarea. Schliesslich ist er auch für seine kommentierte Ausgabe des Pomponius Mela bekannt.
Auch andere Schweizer Autoren widmeten sich der Editionstätigkeit. Wir erwähnen Ulrich Hugwald/Mutius (1496-1571), einen Basler mit Thurgauer Wurzeln, der während seiner Immatrikulation an der Theologischen Fakultät von Basel 1521 bei Adam Petri in Basel die Schrift De re rustica des Varro herausgab sowie das gleichnamige Werk Catos. Ebenfalls 1521 gab Hugwald ein Werk Luthers und ein anderes des Melanchthon heraus. Er unterrichtete später an der Universität und der Lateinschule, deren Rektor er war.
Gleichfalls in Basel war Jakob Ceporin, der am Beginn einer vielversprechenden Karriere als Professor für Griechisch und Hebräisch in Zürich stand, als Editor tätig. Auf die zweite Auflage (1522) seines Compendium Graecae grammaticae liess er den griechischen Text der Werke und Tage des Hesiod folgen, dem er einige grammatikalische Erläuterungen beigab. 1523 gab er in einem Band das Lehrgedicht Reise um die Welt des Dionysios Periegetes heraus, ferner das astronomische Lehrgedicht des Aratos (die Phainomena) und den astronomischen Prostraktatat Sphaira des Proklos; die griechischen Texte werden von einer lateinischen Übersetzung begleitet, die bei den beiden erstgenannten Werken von Ceporin selbst stammt. Er besorgte auch eine Ausgabe Pindars, die 1526 erschien, ein Jahr nach seinem Tod. Auf dem Gebiet der Religion gab er 1524 das griechische Neue Testament bei Bebel in Basel heraus, zusammen mit einem Vorwort von Johannes Ökolampad.
Der Mediziner-Philologe Alban Thorer gab 1541 eine ganz andere Art von Text heraus: die De re culinaria des Apicius. Er stütze sich besonders auf eine Handschrift, die er 1529 während seiner Studien in Montpellier entdeckt hatte, auch wenn er nur begrenzt davon Gebrauch machte.
Ein anderer Humanist, von dem hier die Rede sein muss, war Johannes Rhellicanus; er veröffentlichte 1543 in Basel Kommentare zu Julius Caesar, in denen er sich vor allem für die Helvetier interessiert und der Zürcher Geschichte umfassende Exkurse widmet.
Der Basler Heinrich Pantaleon edierte zahlreiche Werke oder beteiligte sich ihrer Herausgabe: 1544 die Catonis disticha moralia; 1556 eine lateinisch-deutsche Ausgabe des Neuen Testaments mit der lateinischen Übersetzung des Erasmus und Luthers deutscher; 1562 die lateinische Übersetzung der Kommentare zur aristotelischen Naturphilosophie von Theodoros Metochites; 1564 die Historia rerum in partibus transmarinis gestarum («Geschichte der Ereignisse und Taten in den überseeischen Regionen») des Wilhelm von Tyros; 1571 die Epitheta des Ravisius Textor. Er beteiligte sich gleichermassen an der Edition der Werke Homers, die 1551 mit einer lateinischen Übersetzung in Basel erschien; die genaue Rolle, die Pantaleon bei dieser Ausgabe spielte ist unbekannt.
Im 17. Jahrhundert edierte der Basler Pfarrer und Dichter Johann Jacob Grasser die Collectanea rerum memorabilium des Grammatikers Solinus sowie die gesammelten Werke des Statius (dank eines Manuskripts, das der Anwalt Jean Chalas aus Nîmes zur Verfügung gestellt hatte) und des Horaz (gestützt auf ein Manuskript, das dem polnischen Historiker Jan Lasicki gehört hatte, sowie auf die Notizen des französischen Humanisten Pierre Gaultier-Chabot).
In Zürich sei schliesslich neben Gessner in diesem unvollständigen Überblick noch Johannes Fries erwähnt, der 1564 in Zürich die Werke von Vergil herausgab; der Band enthält zudem seine Anmerkungen zu den Bucolica und den Georgica. Josias Simler wiederum liefert die Erstausgabe der Cosmographia des Julius Honorius (die er dem Aethicus Ister zuschreibt) dank eines Manuskripts, das ihm der französische Jurist und Humanist Pierre Pithou zur Verfügung stellte.
Was die Romandie betrifft, ist der philologische Kommentar des Waadtländers Jean Rosset zu Caesar zu erwähnen, der in Lausanne erschien. Doch vor allem auf Genf konzentrierte sich die Herausgabe von Werken und Kommentaren der Antike. Der humanistische Drucker und Verleger Henri Estienne brachte eine Vielzahl von Texten heraus, darunter eine Ausgabe des christlichen Philosophen Athenagoras und eine Sammlung von Epigrammen aus der Anthologie des Planudes. Jacques Lect, Rechtsprofessor an der Genfer Akademie, gab den Briefwechsel des Symmachus sowie eine Anthologie griechischer Epiker mit lateinischen Übersetzungen heraus, die von anderen Humanisten stammen.
François Portus und sein Sohn Émile Portus haben in Genf und im Waadtland eine Vielzahl griechischer Autoren herausgegeben oder kommentiert: Homer, Pindar, Sophokles, Xenophon, Synesios von Kyrene, die Suda etc. Isaac Casaubon, Schüler und Nachfolger von François Portus auf dem Lehrstuhl für Griechisch an der Akademie, widmete sich seinerseits Diogenes Laertios, Aristoteles, Suetonius, Plinius dem Jüngeren oder auch Apuleius.
Der Jurist Denys Godefroy, geboren in Paris und seit 1580 Bürger von Genf, widmete mehrere Jahre der Herausgabe und Kommentierung des Corpus Iuris Civilis, der bedeutendsten Sammlung antiker Rechtstexte. Dieses umfangreiche Werk war sehr erfolgreich und wurde mehr als fünfzig Mal neu aufgelegt. Denys’ Sohn Jacques Godefroy, ebenfalls Jurist, veröffentlichte 1625 die Erstausgabe von Tertullians Ad nationes auf der Grundlage einer Handschrift aus dem 9. Jahrhundert und ausserdem posthum den Theodosianischen Kodex.
3. Die Schweizer Humanisten als Übersetzer
Wie heute auch bestand in der Renaissance eine Aufgabe der Philologen darin, die antiken Autoren durch Übersetzungen einer grösseren Anzahl von Menschen zugänglich zu machen. Die Schweizer Humanisten schufen zahlreiche Übersetzungen, vor allem aus dem Griechischen ins Lateinische, aber auch aus dem Griechischen, Lateinischen und sogar dem Hebräischen ins Deutsche oder ins Französische. Die folgenden Beispiele stellen nur eine Auswahl dar, da der Versuch, eine vollständige Liste von Autoren und Werken zu erstellen, rasch ausufern würde.
Dem Jakob Ceporin (1499/1500-1525) verdanken wir eine 1523 erschienene Übersetzung der Reise um die Welt des Dionysios Periegetes und der Phainomena des Aratos. Im gleichen Jahr hatte er schon den auf Latein verfassten pädagogischen Traktat Zwinglis herausgegeben, den er im folgenden Jahr ins Deutsche übersetzte – offensichtlich ohne die Einwilligung des Verfassers. Ceporin arbeitete damals für Basler Drucker und unterrichtete in Zürich, wo er 1525 kurz vor seinem Tod Professor für Griechisch und Hebräisch wurde.
1537 liess der Zürcher Johannes Rhellicanus, der damals in Bern unterrichte, im Anhang zu seinem Gedicht über die Besteigung des Stockhorns seine lateinische Übersetzung des Leben des Homer von Plutarch erscheinen.
Der Zürcher Rudolf Ambühl (1499-1578), der künftige Schwiegervater des Johannes Fabricius Montanus, liess 1541 eine lateinische Gesamtübersetzung der Tragödien des Euripides unter dem Pseudonym Dorotheus Camillus erscheinen. Er übersetzte auch die Olynthischen Reden des Demosthenes (4. Jh. v. Chr.); diese Übersetzung erschien posthum 1585.
Ein anderer grosser Übersetzer war Conrad Gessner; er übersetzte vier griechische Texte zur Homerinterpretation (1542-1543), die Anthologie des Stobaios (1543), die Apologie des Athenagoras (1557) und den Periplus des Hanno (1559); dazu kommt noch eine Übersetzung der dreizehn ersten Idyllen des Theokrit, die Manuskript blieb.
Auch Rudolf Gwalther zeichnete sich auf dem Gebiet der Übersetzung aus. Er übersetzte das Onomasticon des Julius Pollux (1541), die Rede gegen Mohammed des Johannes VI. Kantakuzenos (1543), die deutschen Werke Zwinglis (1544-1545), zehn Predigten über die Vorsehung von Theodoret von Kyrrhos (1546) und zwanzig griechische Epigramme (1548). Ausserdem übersetzte er einen Teil der Bibel ins Deutsche. Das Manuskript C 119 (1536, 276 Seiten) der Zürcher Zentralbibliothek enthält von Gwalther angefertigte lateinische Übersetzungen der Homervita des Herodot und der homerischen Ilias; diese Texte sind niemals veröffentlicht worden.
Simon Lemnius veröffentlichte 1543 eine Hexameterübersetzung der Periegesis («Reise um die Welt») des Dionysios Periegetes (2. Jh. n. Chr.) und 1549 eine vollständige Hexameterübersetzung der Odyssee und der Batrachomyomachia.
Sein Graubündner Landsmann Marcus Tatius (der den grössten Teil seines Lebens auf dem Territorium des heutigen Freistaats Bayern verbrachte und es bis zum Kanzler des Freisinger Bischofs brachte), tat sich unter anderem auch als Übersetzer aus dem Lateinischen ins Deutsche hervor. Er übersetzte die beiden spätantiken Romane des des Dictys Cretensis und des Dares Phrygius über den Trojanischen Krieg (1536) sowie antike militärwissenschaftliche Schriften von Sextus Iulius Frontinus und Flavius Vegetus (1542). Ausserdem übersetzte er Werke zweier italienischer Renaissancehumanisten: das Werk des Leonardo Bruni über den ersten Punischen Krieg (1540) sowie das Werk des Polydorus Vergilius über bedeutende Erfinder (1537). Die meisten seiner Übersetzungen wurden (einmal oder sogar mehrmals) nachgedruckt.
Johannes Fries (1505-1565), Professor der klassischen Sprachen in Zürich, gab die Disticha des Cato heraus und übersetzte sie (1551); ferner eine Auswahl von Cicero-Briefen (1562) sowie den vom Ende des 15. Jahrhunderts stammenden Traktat über die Höflichkeit des Humanisten Giovanni Sulpizio da Veroli (1562). 1544 veröffentlichte er eine deutsche Übersetzung eines Werkes des Heinrich Bullinger über die Auferstehung Christi und über das ewige Leben. Er beteiligte sich auch an dem zu jener Zeit unternommenen Projekt einer Revision der lateinischen und deutschen Übersetzungen der Bibel; es scheint mehrere Bücher des Alten Testaments ins Lateinische übersetzte, ohne dass man weiss, in welchem Umfang seine Arbeiten in die gedruckten Fassungen aufgenommen wurden.
In Genf schliesslich erschienen einige französische Übersetzungen klassischer Autoren: Der Professor und Pfarrer Antoine de la Faye widmete sich dem Livius und Flavius Josephus, der Vielschreiber Simon Goulart dem Seneca und Xenophon.
Bibliographie
Bloemendal, J./Nellen, H. J. M., «Philology: Editions and Editorial Practices in the Early Modern Period», in: Ph. Ford/Bloemendal/Ch. Fantazzi (Hgg.), Brill’s Encyclopaedia of the Neo-Latin World. Macropaedia, Leiden/Boston, Brill, 2014, 185-206.
Hosington, B. M., «Translation and Neo-Latin», in: Ph. Ford/Bloemendal/Ch. Fantazzi (Hgg.) Brill’s Encyclopaedia of the Neo-Latin World. Macropaedia, Leiden/Boston, Brill, 2014, 127-139.
IJsewijn, J., «Philology and related disciplines», in: Ders., Companion to Neo-Latin Studies, part II: Literary, linguistic, philological and editorial questions, Löwen, Leuven University Press, 1998a, 268-273.
IJsewijn, J., «Translation into Latin», in: Ders., Companion to Neo-Latin Studies, part II: Literary, linguistic, philological and editorial questions, Löwen, Leuven University Press, 1998b, 491-493.
1
Zur Entwicklung der Philologie in der Schweiz s. R. Zeller, «Philologie», Historisches Lexikon der Schweiz, Onlineversion vom 28.09.2010, https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008283/2010-09-28/ (mit weiterführenden bibliographischen Angaben).
2
Bloemendal/Nellen (2014), 185-186.
3
IJsewijn (1998a), 268. S. allgemein 268-273.
4
Zur Gattung des Kommentars in der Renaissance siehe z. B. C. S. Krau/C. Stray (Hgg.), Classical Commentaries. Explorations in a Scholarly Genre, Oxford, Oxford University Press, 2016; K. Enenkel (Hg.), Transformations of the Classics via Early Modern Commentaries, Leiden/Boston, Brill, 2014; K. Enenkel, H. Nellen (Hgg.), Neo-Latin Commentaries and the Management of Knowledge in the Late Middle Ages and the Early Modern Period (1400-1700), Löwen, Leuven University Press, 2013.
5
Bloemendal/Nellen (2014), 188.
6
Im Rahmen des mos gallicus genannten juristischen Richtung, die sich besonders im Frankreich des 16. Jahrhunderts entwickelte.
7
Zum Bibelstudium der Humanisten s. als Ausgangspunkt A. Taylor, «Biblical Humanism», in: S. Knigt/S. Tilg (Hgg.), The Oxford Handbook of Neo-Latin, Oxford, Oxford University Press, 2015, 295-312.
8
Das Aufkommen des gedruckten Buchs ermöglichte auch die Entwicklung von Paratexten (Inhaltsverzeichnisse, Kapitelüberschriften, Indices...), die die Lektüre wesentlich erleichterten; s. Bloemendal/Nellen (2014), 199. S. auch den Text von Conrad Gessner zu den Indices.
9
Bloemendal/Nellen (2014), 192-198.
10
Bloemendal/Nellen (2014), 189-191.
11
Bloemendal/Nellen (2014), 194.
12
Bloemendal/Nellen (2014), 198.
13
Einige Humanisten beherrschten das Altgriechische jedoch gut genug, um Texte zu verfassen: Siehe hierzu unsere Einführung zum Neualtgriechischen.
14
IJsewijn (1998b), 491-493.
15
Hosington (2014), 136.
16
Grammaticae methodus, ut succinctissima, ita et utilissima, eruditissimaque, videlicet. Donati, de octo orationis partibus libellus […], Strassburg, Knobloch, 1527.
17
Dionysii Halicarnasei Antiquitatum sive Originum Romanarum libri XI a Lapo Birago Florentino latine versi, ac per Henricum Glareanum poetae laureati recogniti, ab innumerisque mendis repurgati, et illustrati Annotationibus, Basel, Froben, 1532.
18
Q. Horatii Flacci poemata omnia, studio ac diligentia Henrici Glareani poetae laureati recognita, eiusdemque annotationibus illustrata […], Freiburg i. Br., Faber, 1533.
19
P. Ovidii Nasonis opera, veterum exemplarium auxilio ab infinitis emendata. Henrici Glareani Annotationes in Metamorphosin [...], Basel, Petri, 1534.
20
In C. Crispi Sallustii historici clarissimi, quae adhuc extant historiarum fragmenta, Henrici Glareani Helvetii Annotationes, Basel, Cratander, 1538.
21
In C. Iulii Caesaris […] Commentarios de bello Gallico ac civili Henrici Glareani poetae laureati Annotationes, Lyon, Gryphe, 1538.
22
Henrichi Loriti Glareani […] In omneis, quae quidem extant, T. Livii Patavini clarissimi historici decadas, Annotationes […], Basel, Isengrin, 1540.
23
In Publii Terentii Carmina per omneis Comoedias Henrici Glareani Helvetii poetae laureati Iudicium, Lyon, Frellon, 1540.
24
M. Tullii Ciceronis Officiorum libri tres […] adiectis etiam de Amicitia, de Senectute, Paradoxis atque Somnio Scipionis […]. Una cum Annotationibus Des. Erasmi Roterodami, Philippi Melanchthonis, Bartholomaei Latomi, Conradi Goclenii et Henrichi Glareani in Dialogum de Senectute […], Basel, Brylinger, 1568 [1544].
25
Anitii Manlii Severini Boethi […] opera, quae extant, omnia […], Basel, Petri, 1546.
26
Homeri Batrachomyomachia, eadem a Joachimo Mynsingero Dentato I. V. D. Latino carmine reddita, cum Henrichi Glareani poetae laureati una ac altera leviuscula annotatione, Freiburg i. Br., Graf, 1547.
27
M. Annei Lucani Cordubensis Pharsaliae libri X […]. His quoque Henrichi Glareani […] annotationes novissime iam accedunt, Basel, Petri, 1550.
28
Valerii Maximi de factorum dictorumque memorabilium exemplis libri novem, cura et diligentia recogniti, una cum Henrichi Loriti Glareani […] in eundem Valerium Maximum Annotationibus, nunc primum in lucem editis, Basel, Petri, 1553.
29
Eutropii […] Historiae Romanae breviarium […]. Accesserunt etiam doctiss. Annotationes Henrici Glareani et Eliae Vineti […], Basel, Oporin, 1559 [1555].
30
Henrichi Loriti Glareani poetae laureati In clarissimi viri Ioannis Caesarii Iuliacensis Dialecticen vice Commentariorum Annotationes, Bâle, Oporin, 1556.
31
Quinti Curtii de gestis Alexandri Magni libri XII. […] Postremo Henrici Glareani Annotationes, nunc primum in lucem editae, adiectae sunt […], Basel, Petri, 1556.
32
C. Suetonii Tranquilli XII Caesares. Accesserunt Henrichi Loriti Glareani […] in eundem Annotationes, nunquam ante hac editae, Basel, Petri, 1560.
33
Iustini ex Trogi Pompeii Historiis externis libri XLIIII, una cum Henrichi Loriti Glareani […] in eundem Iustinum annotationibus, nunc primum in lucem aeditis, Basel, Petri, 1562.
34
Siehe D. Amherdt, «Conrad Gessner philologue», in: F. Barrière, M. Bastin-Hammou, M. Ferrand et P. Paré-Rey (Hgg.), Princeps philologorum. L’autorité du philologue dans les éditions de textes anciens à la Renaissance, Pessac, Presses Universitaires de Bordeaux, 2024 (collection S@voirs humanistes 4), 15-24 (Online).
35
Ioannis Stobaei sententiae ex thesauris Graecorum delectae […] et in sermones sive locos communes digestae […] nunc primum a Conrado Gesnero […] in Latinum sermonem traductae, Zürich, Froschauer, 1543.
36
Claudii Aeliani […] opera […] omnia Graece Latineque, Zürich, Gessner, 1556.
37
Athenagorae Atheniensis philosophi Christiani apologia pro Christianis, ad imperatores Antoninum et Commodium. Eiusdem, De resurrectione mortuorum [...]. Uterque Graece et Latine, [Genf], Estienne, 1557.
38
M. Antonini imperatoris Romani, et philosophi De seipso seu vita sua libri XII Graece et Latine nunc primum aediti, Guilielmo Xylandro Augustano interprete, qui etiam annotationes adiecit […], Zürich, Gessner, 1559.
39
Vgl. unten.
40
M. T. Ciceronis De officiis libri tres, dein Laelius et Cato Maior et Somnium Scipionis, cum Paradoxis [...], Wien, Vietor und Singriener, 1512 (zweite Auflage 1518).
41
C. Crispi Sallustii De coniuratione Catilinae et bello Iugurthino historiae [...], Wien, Vietor und Singriener, 1511.
42
C. Plinii Secundi Praefatio in Historiam Mundi ad Vespasianum, Wien, Vietor und Singriener, 1513.
43
Coelii Sedulii presbyteri Mirabilium divinorum libri quatuor, Wien, Vietor und Singriener, 1511.
44
Alberti Magni Philosophantium ducis aestimatissimi, Philosophiae naturalis isagoge […], Strassburg, Morhart, 1520.
45
De undecim milibus virginum oratio. Bedae presbyteri Venerabilis Carmen elegans [...], Wien, Vietor, 1510.
46
Petri Pauli Vergerii […] De moribus liber unus […], Wien, Singriener, 1511.
47
Laurentii Valle Dialogus de libero arbitrio [...], Apologia pro se et contra calumniatores [...], Ad candidum, contra Bartoli libellum quem de insigniis et armis scripsit [...], Wien, Singriener, 1516.
48
Ioannis Ioviani Pontani, poetae divini, ad L. Franciscum filium, Meteororum liber, Wien, Singriener, 1517.
49
Ad Divum Maximilianum Caesa. Aug. F. P. bello in Venetos euntem, Ulrici Hutteni equitis, Exhortatio, Wien, Vietor und Singriener, 1512.
50
Hecuba et Iphigenia in Aulide, Euripidis Tragoediae in latinum tralatae Erasmo Roterodamo interprete […], Wien, Vietor und Singriener, 1511. Am Ende dieses Werks findet man eine kurze Vita Euripidis aus der Feder Vadians.
51
Petri Pauli Vergerii […] de moribus liber unus. Basilii Magni […] de gentilium poetarum legendis libris liber unus. Isocratis Atheniensis […] paraenesis ad Demonicum […] libellus unus. L. Arretino et R. Agricola interpretibus, Wien, Vietor und Singriener, 1511.
Petri Pauli Vergerii […] de moribus liber unus. Basilii Magni […] de gentilium poetarum legendis libris liber unus. Isocratis Atheniensis […] paraenesis ad Demonicum […] libellus unus. L. Arretino et R. Agricola interpretibus, Wien, Vietor und Singriener, 1511.
55
M. Terentii Varronis in omni literarum genere principis III de agricultura libri. M. Catonis […] lib. I de rebus rusticis […], Basel, Petri, 1521.
56
Tessaradecas consolatoria pro laborantibus et oneratis Martini Lutherii Augusti Wittenbergensis, [Basel], [Adam Petri], [1521?]; Adversus furiosum Parisiensium theologastrorum decretum, Philippi Melanchtonis pro Luthero apologia, [Basel], [Petri], 1521.
57
Zu seiner Tätigkeit als Herausgeber s. Chr. Riedweg, «Ein Philologe an Zwinglis Seite. Zum 500. Geburtstag des Zürcher Humanisten Jacob Wiesendanger, gen. Ceporinus (1500-1525)», Museum Helveticum, 57 (2000), 201-219, hier: 212-213.
58
Compendium grammaticae Graecae Iacobi Ceporini, iam de integro ab ipso authore et castigatum et locupletatum. Hesiodi Georgicon ab eodem Ceporino brevi scholio adornatum […], Basel, Curio, Dezember 1522. Die erste Ausgabe erschien 1522 bei dem gleichen Curio. Hesiods Text steht auch in der Zürcher Ausgabe (Froschauer) von 1526 und in einigen weiteren Ausgaben. Ceporins Grammatik war sehr erfolgreich und wurde sowohl in der Schweiz als auch im Ausland mehrfach aufgelegt. S. Riedweg (2000), «Ceporin», 213-217.
59
Dionysii orbis descriptio. Arati astronomicon. Procli sphaera. Cum scholiis Ceporini, Basel, Johannes Bebel, 1523 (am Anfang des Bandes steht ein Brief an den Leser).
60
Pindari Olympia, Pythia, Nemea, Isthmia, Basel, Andreas Cratander, 1526. Ceporin hatte eine Vorlesung über Pindar gehalten; zu diesem Thema und zur Bedeutung Pindars für die Zürcher Reformierten s. Riedweg (2000), «Ceporin», 207 et 210.
61
Tēs Kainēs Diathēkēs hapanta. Novi Testamenti omnia, Basel, Bebel, 1524.
62
In C. Iulii Caesaris […] commentaria de bello Gallico, Civili Pompeiano, Alexandrino, Africano et Hispaniensi, Annotationes Io. Rhellicani Tigurini […], Basel, Curio, 1543. Zu diesem Kommentar s. K. Bovier, «Pédagogie, patriotisme et philologie: Johannes Rhellicanus et ses Annotationes à César», zur Publikation vorgesehen in den Kongressakten von «Princeps philologorum. L’autorité du philologue dans les éditions de textes anciens à la Renaissance», Université Grenoble-Alpes (02.-03.12.2021).
63
Zu ihm und diesen Werken s. besonders J. Hon, «Pantaleon, (Hans) Heinrich», Frühe Neuzeit in Deutschland, 1520-1620. Literaturwissenschaftliches Verfasserlexikon 5 (2016), 9-10.
64
Catonis disticha moralia cum scholiis Eras. Roter […] a Heinrico Panthaleone recogniti cumque eiusdem scholiis illustrati, Basel, Xylotectus, 1544.
65
Novum Testamentum Latino Germanicum […] Das gantz Neüw Testament: Latin unnd Teütsch, Basel, Brylinger, 1556.
66
In Aristotelis universam Naturalem Philosophiam […] Omnia nuper e Graeca in Latinam linguam conversa, Basel, Brylinger, 1562.
67
Historia belli sacri […] in qua Hierosolyma ac terra populo Dei […] per Occidentis principes Christianos […] recuperata fuit […], Basel, Brylinger, 1564.
68
Ioannis Ravisii Textoris Nivernensis Epithetorum opus absolutissimum, Basel, Brylinger, 1571.
69
Poetarum omnium seculorum longe principis Homeri omnia quae quidem extant opera, Graece, adiecta versione Latina ad verbum, Basel, Brylinger und Stähelin, 1551.
70
C. Iulii Solini Polyhistor vel rerum toto orbe memorabilium thesaurus […] ex manuscriptis aliisque optimis codicibus emendatus et historiis similibus aut dissimilibus illustratus, cum indice rerum mirabilium atque memorabilium, Genf, Arnold, 1605.
71
P. Papinii Statii opera quae extant omnia ad fidem antiquissimorum per Galliam, Angliam et Italiam codicum, diligenter correcta et argumentis, quae commentarii loco esse possunt illustrata […], Strassburg, Zetzner, 1609.
72
Q. Horatii Flacci opera omnia a Pet. Gualt. Chabotio […] explicata. Nunc vero a I. Iac. Grassero […] ex ipsius Chabotii lucubrationibus manuscriptis, tantopere aucta, emendata et illustrata […], Basel, König, 1615.
Aethici Cosmographia; Antonii Augusti Itinerarium provinciarum; ex bibliotheca P. Pithoei, cum scholiis Iosiae Simleri […], Basel, Guarin, 1575.
75
C. Iulii Caesaris Commentarii, post omnes omnium editiones accurata sedulitate et summa denuo vigilantia ex multorum tam veterum, quam neotericorum exemplarium collatione emendati et studiosissime recogniti a Ioanne Rosseto Aurimontano. Hisce, cum locorum, urbium et populorum nominibus et expositionibus, ac item rerum et verborum copiosissimo indice, accessit variarum lectionum libellus perquam utilis, eodem Rosseto collectore, Lausanne, Le Preux, 1571.
76
Q. Aurelii Symmachi […] epistolarum ad diversos libri decem. Iacobus Lectius iurisconsultus restituit, auxit notis [...], Genf, Vignon, 1587.
77
Poetae Graeci veteres carminis heroici scriptores, qui extant, omnes [...]. Apposita est e regione latina interpretatio. Notae item et variae lectiones margini adscriptae […], Genf, La Rovière, 1606.
78
Homeri Ilias. Postrema editio cui originem et exitum belli Troiani addidimus, Coluthi Helenae raptum et Tryphiodori Ilii excidium; Latine omnia ad verbum exposita et a F. Porto Cretensi innumeris in locis emendata, Genf, Vignon, 1580.
79
Francisci Porti Cretensis, commentarii in Pindari, Olympia, Pythia, Nemea, Isthmia, Genf, Sylvius, 1583.
80
Francisci Porti Cretensis […] In omnes Sophoclis tragoedias prolegomena, ut vulgo vocantur: in quibus ipsa poetae vita genusque dicendi declaratur, de tragoediae eiusque origine et de tragoediae atque comoediae discrimine paucis agitur, Sophoclis et Euripidis collatio brevis instituitur […], Morges, Le Preux, 1584.
81
Francisci Porti Cretensis Commentarii in varia Xenophontis opuscula […], Genève, Le Preux, 1586.
82
Synesii Cyrenaei, episocopi Ptolemaidis, Hymni vario lyricorum versuum genere. Gregorii Nazianzeni Odae aliquot utrisque, nunc primum inlucem proeuntibus, Latinam interpretationem Franciscus Portus adiunxit, Genf, Estienne, 1568.
83
Suidas, nunc primum integer Latinatate donatus et ex collatione multorum manuscriptorum codicum infinitis mendis purgatus pristinoque suo nitori redditus; in quo variorum auctorum loca intricata explicantur, obscura dilucidantur ac innumera desiderata restituuntur, opera et studio Aemilii Porti [...], Genf, Chouet, 1619.
84
Isaaci Hortiboni notae ad Diogenis Laërtii libros de vitis, dictis et decretis principum philosophorum, Morges, Le Preux, 1583 (Hortibonus ist ein von Casaubon verwendetes Pseudonym); Diogenis Laertii De vitis, dogmatis et apophthegmatis clarorum philosophorum, libri X. Hesychii Milesii illustrii, de iisdem philosophis et de aliis scriptoribus liber. Pythagoreorum philosophorum fragmenta. Omnia Graece et Lat. ex editione II. Isaaci Casauboni notae ad libros Diogenis, multo auctiores et emendatiores, Genf, Estienne, 1593.
85
Operum Aristotelis Stagiritae philosophorum omnium longe principis, nova editio, Graece et Latine. Graecus contextus quam emendatissime praeter omnes omnium editiones est editus: adscriptis ad oram libri et interpretum veterum recentiorumque et aliorum doctorum virorum emendationibus: in quibus plurimae nunc primum in lucem prodeunt […], Lyon [= Genf], Laimarie, 1590.
86
Caii Suetonii Tranquilli De XII Caesaribus libri VIII. Isaacus Casaubonus recensuit et animadversionum libros adiecit […]. Additi sunt et Suetonii libelli De illustribus grammaticis et de claris rhetoribus, Genf, Chouet, 1595.
87
C. Plinii Caec. Sec. Epistolarum libri IX: eiusdem et Traiani imp. Epistolae amoebaeae. Eiusdem Pl. et Pacati, Mamertini, Nazarii, Panegyrici. Item, Claudiani Panegyrici, praeter multos locos in hac posteriori editione emendatos, adiunctae sunt Isaaci Casauboni notae in epistolas, Genf, Estienne, 1591.
88
L. Apuleii Daurensis philosophi platonici Apologia. Isaacus Casaubonus recensuit, Graeca supplevit, et castigationum libellum adiecit, Genf, Commelin, 1594.
89
Corpus iuris civilis in IIII. partes distinctum, quarum prima DN. sacratissimi Iustiniani Institutionum lib. IIII., Digestorum seu Pandectarum lib. L continentur, quae reliquis partibus includantur, aversa docebit pagina; his accesserunt commentarii, quibus inter caetera variae lectiones, leges similes, contrariae, abrogatae; verborum legumque difficilium interpretationes atque compendia, anni singulis Codicis legibus additi continentur; praeter Institutionum novam epitomem accessit et alia Novellarum Iustiniani, ad ordinem Edicti perpetui adcommodata […], Genf, Stoer, 1583.
Q. Sept. Florentis Tertulliani Ad nationes libri duo hactenus inediti. Nunc primum, post MCCCC annos, ad exemplar Agobardi Lugdunensis episcopi, publicati, notis etiam additis a Iacobo Gothofredo iurisconsulto, Genf, Chouet, 1625. Godefroy schenkte das Manuskript der Königlichen Bibliothek, der heutigen Bibliothèque nationale de France, wo es heute unter der Signatur Latin 1622 aufbewahrt wird; es kann hier eingesehen werden: https://archivesetmanuscrits.bnf.fr/ark:/12148/cc59577w (konsultiert am 13.05.2026).
92
Codex Theodosianus cum perpetuis commentariis Iacobi Gothofredi […], Lyon, Huguetan und Ravaud, 1665.
93
S. oben.
94
Quo pacto ingenui adolescentes formandi sint praeceptiones pauculae, Basel, Johannes Bebel, 1523.
95
Herr Ulrich Zwingli Leerbiechlein, wie man die Knaben christlich unterweysen und erziehen soll, mit kurtzer Anzayge aynes gantzen christlichen Lebens, [Augsburg], [Ulhart], 1524.
Homeri vita, ex Plutarcho in Latinum translata per Io. Rhellicanum Tigurinum, una cum eiusdem Annotationibus marginalibus, ac Epistola nuncupatoria […] Item eiusdem Ioan. Rhellicani Stockornias, Basel, Lasius und Platter, 1537.
Demosthenis […] Olynthiacae orationes tres analysi […] a Marco Beumlero Tigurino […] illustratae […] Accessit […] Latina interpretatio a D. Rodolpho Collino […], Frankfurt a. M., Wechel, 1585.
100
S. oben.
101
S. oben.
102
Hannonis Carthaginensium ducis navigatio, qua maximam Libycae orae partem ultra Herculis Columnas lustravit: e Graeco sermone in Latinum, Conrado Gesnero interprete, nunc primum conversa. Adiecta sunt etiam scholia, Zürich, Gessner, 1559.
103
S. oben den Abschnitt über Gessner.
104
Zürich, Zentralbibliothek, ms C86 a.
105
E. Gagliardi, L. Forrer, Neuere Handschriften seit 1500 (ältere schweizergeschichtliche inbegriffen), Zurich, Zentralbibliothek Zürich, 1982, Sp. 369.
106
Dionysius Lybicus poetae de situ habitabilis orbis a Simone Lemnio poeta laureato nuper latinus factus, Venedig, Bartholomeus Imperator et Franciscus gener, 1543.
107
Odysseae Homeri libri XXIIII nuper a Simone Lemnio […] heroico Latino carmine facti, Basel, Oporin, 1549.
108
Da es sich nur um Übersetzungen ins Deutsche handelt, die nicht im primären Interessensfokus dieses Projekts stehen, verzichten wir hier auf nähere bibliographische Angaben.
109
Catonis disticha moralia, Germanice […] reddita […], Zürich, Froschauer, 1551.
110
Principia Latine loquendi scribendique, sive selecta quaedam ex Ciceronis epistolis, ad pueros in Latina lingua exercendos, adiecta interpretatione Germanica, Zürich, Froschauer, 1562. Es handelt sich um eine Adaptation des gleichnamigen Werkes von Mathurin Cordier, dessen erste Auflage 1556 erschienen war (Genf, Crespin; Fries hat die Worte adiecta interpretatione Gallica durch adiecta interpretatione Germanica ersetzt).
111
Carmen Io. Sulpitii Verulani de moribus et civilitate puerorum, Zürich, Froschauer, [1562]. Zu diesen drei Texten s. P. Bührer, «Johannes Fries (1505–1565). Pädagoge, Philologe, Musiker. Leben und Werk», Zürcher Taschenbuch auf das Jahr 2002, Zürich, 2001, 184-185.
112
Hoffnung der Glöubigen: von der Uferstentnus und Himmelfart unsers Herren Jesu Christi, ouch von unsers Fleisches Uferstäntnus, von dem ewigen Läben der Glöubigen und ewiger Verdamnuss der Unglöubigen […], Zürich, Froschauer, [1544].
113
Siehe J. H. Hottinger, Schola Tigurinorum Carolina, Zürich, Heinrich Hamberger, 1664, 95; C. Bertheau, «Frisius, Johannes», Allgemeine Deutsche Biographie 8 (1878), 105-107, Onlineversion, https://www.deutsche-biographie.de/pnd120538520.html#adbcontent; P. Bührer, «Johannes Fries (1505–1565). Pädagoge, Philologe, Musiker. Leben und Werk», Zürcher Taschenbuch auf das Jahr 2002, Zürich, 2001, 198.
114
Histoire romaine de Tite Live Padouan, assavoir les trente-cinq livres restans de tout l’œuvre continué dès la fondation de Rome jusques au temps d’Auguste, nouvellement traduits de latin en françois par Antoine de La Faye, avec une table très-ample des matières notables qui y sont contenues, Genf, Stoer, 1582.
115
Les œuvres de Flave Joseph, fils de Matthias, à savoir, vingt livres de l’Ancienne histoire judaïque, sept livres de la Guerre des Juifs, deux livres contre Apion de l’Ancienneté des Juifs, un livre touchant les Machabées, la Vie de Joseph descrite par lui-mesme, le tout traduit nouvellement de grec en françois, par Antoine de la Faye, avec indices nécessaires, Genf, Stoer, 1597.
116
Les œuvres morales et meslées de Senecque traduites de latin en françois par Simon Goulart Senlisien. Premier volume. À chascun des traittez, outre les prefaces generales, sont adjoustez amples sommaires et annotations continuelles. Item la Vie de Senecque à la fin du troisiesme volume. Indice des autheurs, apophthegmes, similitudes, paradoxes, histoires et discours mémorables contenus en Senecque, et ès fragmens des stoïques, Genf, Arnaud, 1606. Es handelt sich um die vierte Auflage; die vorhergehenden waren am Ende des 16. Jh. in Paris erschienen.
117
Les œuvres de Xenophon docte philosophe et valeureux capitaine athenien, Cologny, Aubert, 1613. Dieses Werk enthält auch Übersetzungen von Claude de Seyssel. Es wurde 1619 in Yverdon neu aufgelegt. Der Drucker und Buchhändler Pyramus de Candolle, der manchmal fälschlicherweise als Verfasser der Übersetzungen bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit lediglich der Herausgeber, wie aus dem abgedruckten Auszug aus dem königlichen Privileg hervorgeht.