Anonym Christianomachia Iaponensis

Print Einführung: Clemens Schlip (traduction française: David Amherdt). Version: 27.04.2026

Entstehungszeitraum: unbekannt, zwischen 1630 (dem Zeitpunkt der dargestellten Ereignisse) und Oktober 1638 (Aufführungstermin)

Handschrift: Codex Engelberg 369, hier: fol. 48vo-69vo; Kopie dieser Handschrift: Codex Engelberg 370.

Metrum: jambischer Trimeter, ausser den gelegentlichen cantica.

 

Das Interesse der katholischen Schweiz an der Weltmission

Die Alte Eidgenossenschaft der 13 Orte gehörte nicht zu den Mächten, die sich unmittelbar am Zeitalter der Entdeckung beteiligten, aber das heisst nicht, dass man dort an den damit verbundenen Ereignissen und Entwicklungen keinen Anteil genommen hätte. Neben individuellen biographischen Erfahrungen, die teilweise auch aus militärischen Solddiensten im Ausland resultierten (à la ‘der erste Schweizer in Amerika’), ist dabei an zahlreiche und intensive Wirtschafts- und Handelsverbindungen zu denken. In der katholischen Schweiz kam noch ein religiös begründetes Interesse an dem imposanten missionarischen Ausgreifen der römischen Kirche auf andere Kontinente hinzu, an dem einzelne Schweizer sogar persönlich Anteil hatten (die reformierte Schweiz dagegen entwickelte ein weltmissionarisches Interesse erst ab dem späten 18. Jahrhundert). Im Selbstverständnis des katholischen Europas der nachreformatorischen Zeit waren die geographischen Entdeckungen der katholischen Mächte Spanien und Portugal ein Geschenk der göttlichen Vorsehung, denn durch die Mission in den betreffenden Gebieten Asiens und Amerikas liessen sich die durch die Reformation erlittenen Verluste der Kirche in Nord- und Mitteleuropa mehr als ausgleichen. Obwohl der Ordensgründer Ignatius von Loyola ein derartiges Engagement zunächst nicht im Blick gehabt hatte, entwickelten sich die Jesuiten noch zu seinen Lebzeiten zu einem bedeutenden Missionsorden, beginnend mit der Ankunft des Franz Xaver (1506-1552) im südindischen Goa, einer portugiesischen Kolonie, von wo aus die Jesuitenmission auch nach Japan ausgriff. Schon 1586 regten die jesuitischen Berichte über Japan den Luzerner Notar Renwart Cysat (1545-1615) zu seinem 1586 in Freiburg i. Üe. bei Abraham Gemperlin erschienenen Warhafftiger Bericht von den newerfundnen japponischen Inseln und Königreichen an.

Gerade die japanische Jesuitenmission hinterliess ihre Spuren auch in den Theaterstücken, die die Schüler der europäischen Kollegien des Ordens aufführten, nachdem sich derartige dramatische Darbietungen zu einem wichtigen und vor allen auch öffentlichkeitswirksamen Bestandteil dieser Bildungsanstalten entwickelt hatten. Im Folgenden wird es um eines dieser thematisch einschlägigen Stücke gehen, und zwar um eines, das auf dem Boden der katholischen Eidgenossenschaft gespielt wurde. Zuvor muss aber kurz der historische Hintergrund skizziert werden, vor dem die Christianomachia Iaponensis zu sehen ist.

 

Die jesuitische Japanmission und die japanischen Märtyrer- und Geheimchristen

Der bereits oben genannte Begründer der Jesuitenmission, Franz Xaver, betrat am 15. August 1549 zusammen mit drei Japanern, denen er in Malakka begegnet war und die sich in Goa hatten taufen lassen, und zwei jesuitischen Mitbrüdern bei Kagoshima japanischen Boden. Mithilfe eines der drei Japaner (Anjirô) knüpfte Xaver einen ersten Kontakt zum Lokalfürsten (japanisch: Daimyō) und erlernte mit seinen Mitbrüdern die Landessprache. Das weitere Missionsgeschehen im Detail nachzuverfolgen, ist hier natürlich nicht der Ort. Es genügt festzustellen, dass Xaver und seine Mitbrüder erst einmal lernen mussten, das fremde Land, die Mentalität seiner Menschen, seine politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten und die besonderen Herausforderungen der Missionsarbeit unter all diesen Umständen zu verstehen. Eine wichtige Erkenntnis war etwa, dass die Jesuitenmissionare in Japan, anders als in Indien, nicht als arme Wanderprediger auftreten durften, wenn sie ernstgenommen werden wollten; Xaver präsentierte sich also schliesslich in seidenen Gewändern als Abgesandter des portugiesischen Königs. Eine andere Erkenntnis lag darin, dass sich die wahre Macht in Japan zu diesem Zeitpunkt weder beim Kaiser (Tenno) noch beim Shogun (dem Militärregenten) befand, sondern bei den lokalen Landesfürsten (Daimyō), die nicht selten im Streit miteinander lagen. Von diesen wurden die Jesuiten in der Regel zunächst freundlich empfangen, einige von ihnen liessen sich auch taufen. Insgesamt zeichnen sich die ersten Jahrzehnte der Mission durch ein beständiges Wachstum aus. Sie erreichte alle Gesellschaftsschichten und war in der Lage, sich an die japanische Mentalität anzupassen. Dieser Erfolg war nur möglich durch das missionarische Engagement mancher der neugetauften Japaner, denn der Personalbestand der Jesuiten war minimal. Ab Anfang des 17. Jahrhunderts gab es auch die ersten autochthonen Geistlichen (Jesuiten und Weltpriester), deren Gesamtanteil am Klerus aber sehr gering blieb. Die Gesamtzahl der Taufen zwischen 1549 und 1630 dürfte über eine Million betragen haben. Um 1630 lag die Zahl der Christen wohl bei knapp 760ʹ000 (bei einer Gesamtbevölkerung von 12 Millionen).

Als Glücksfall erwies sich, dass der Daimyō Oba Nobunaga, dem es gelang, sich in Zentraljapan zum Oberherrscher eines grossen Teils der Insel aufzuschwingen, aus Abneigung gegen die buddhistischen Mönche, die seinen Aufstieg behindert hatten, das Christentum förderte (das ihm aber innerlich erkennbar fremd blieb). Unter seinem Nachfolger Toyotomi Hideyoshi, der sich zunächst ebenfalls freundlich verhielt, trat jedoch 1587 ein verhängnisvoller Umschwung ein. Hideyoshi geriet unter den Einfluss seines christenfeindlichen Leibarztes, der den Jesuiten die Schuld daran gab, dass sich junge japanische Christinnen Hideyoshis sexuellen Wünschen verweigerten. Der Arzt suggerierte ihm auch, die Patres und die christlichen Daimyō strebten eine Zwangschristianisierung Japans an. Am 24. Juli 1587 erliess Hideyoshi ein erstes Verfolgungsdekret, das die Ausweisung aller Patres anordnete. 112 von ihnen blieben dennoch in Japan. Die konkrete Umsetzung dieser Verfolgungspolitik schwankte (so empfing Hideyoshi 1591 den jesuitischen Visitator Valignano, der ihm Geschenke des portugiesischen Vizekönigs von Indien überbrachte, sehr freundlich). 1593 begannen auch die Franziskaner systematische Missionsarbeit in dem Land, ungeachtet des den Jesuiten 1585 vom Papst gewährten exklusiven Missionsprivilegs für Japan (nach längeren Auseinandersetzungen erhielten schliesslich auch die Bettelorden 1608 die offizielle päpstliche Erlaubnis für ihre Tätigkeit in Japan). Am 5. Februar 1597 kam es zur Kreuzigung der 26 Märtyrer von Nagasaki (unter ihnen, neben anderen, sowohl Jesuiten als auch Franziskaner), wahrscheinlich das bekannteste Ereignis dieser Phase der Christenverfolgung. Im Herbst dieses Jahres wiederholte Hideyoshi, kurz vor seinem Tod, sein Ausweisungsdekret (mit Ausnahme weniger Priester für die Bedürfnisse der europäischen Ausländer); es blieb jedoch folgenlos.

Auf einige Jahre relativer Ruhe und sogar partieller Prosperität folgte die «große, allgemeine Verfolgung» unter dem Tokugawa-Shogunat, das 1603 die Oberherrschaft über Gesamtjapan übernahm. Am 28. Januar 1614 erliess der Shogun Tokugawa Ieyasu (1543-1616, Shogun ab 1603) ein Edikt, dass die ausländischen Missionare des Landes verwies und den einheimischen Christen die Rückkehr zur traditionellen Religion befahl; das Christentum wurde darin als eine Bedrohung für die Sicherheit und die angestammte Kultur Japans dargestellt. 37 Priester blieben ungeachtet des Dekrets im Land (davon 18 Jesuiten), um durch Untergrundtätigkeit die pastorale Betreuung der Gläubigen sicherzustellen. Die gegen sie und die japanischen Christen ins Werk gesetzte systematische Verfolgung zeichnete sich durch ausgesprochene Härte und Grausamkeit aus. Diese nahm unter Ieyasus Nachfolgern Tokugawa Hitedada (1579-1632, Shogun 1616-1623) und Tokugawa Iemitsu (1604-1651, Shogun ab 1623) noch zu. Eine bevorzugte Strafe war in den ersten fünfzehn Jahren der Verfolgung die Verbrennung bei lebendigem Leib.

Ab den 1630ern musste sich zunehmend jeder Japaner in einer buddhistischen Tempelanlage registrieren lassen, um seine Nichtzugehörigkeit zum Christentum zu beweisen; bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts hatte sich daraus eine lückenlose statistische Erfassung der Bevölkerung ab der Geburt entwickelt. Je fünf japanische Familien wurden zu einer Gruppe zusammengefasst, innerhalb derer sie sich wechselseitig beobachten sollten; entdeckten die Behörden in einer solchen Gruppe einen Christen, ohne dass er ihnen zuvor von anderen Gruppenmitgliedern gemeldet worden war, wurde die gesamte Gruppe hingerichtet. Das förderte natürlich die gegenseitige Überwachung der Betroffenen. Hinzu kamen attraktive Kopfgelder, die auf die Enttarnung von Missionaren und Christen ausgesetzt wurden. Ausserdem mussten Japaner in Anwesenheit von Untersuchungsbeamten auf Tretbilder (Fumi-e) mit christlichen Symbolen treten; wer sich weigerte oder auffällig zögerte, war als Christ enttarnt (erste Belege für diesen Test gibt es 1629 in Nagasaki).

Ein besonderes Anliegen war es den Verfolgern, Missionare durch Foltern zur Apostasie zu bringen. Auch japanischen Christen, die diesen Akt der Apostasie verweigerten, drohten grausame Foltern und bei fortwährender Weigerung der Tod.

Die Christianomachia Iaponensis spielt in diesem Zeitraum, in dem das japanische Christentum zunehmend ausgemerzt wurde.

1637 rebellierte die überwiegend christliche Landbevölkerung von Amakusa/Shimbara erfolglos gegen Glaubensdruck und Ausbeutung; ihr Aufstand wurde niedergeschlagen. Die Zahl der namentlich bekannten japanischen Glaubensmärtyrer, die unter diesen und anderen Verfolgungsmassnahmen zu Tode kamen, dürfte über 4000 betragen haben; die Gesamtzahl aller Opfer dürfte etwa zehnmal so hoch gewesen sein.

1639 wurden alle Europäer endgültig aus Japan ausgewiesen, ausgenommen die an christlicher Mission desinteressierten calvinistischen Holländer, die eine Handelsniederlassung auf der künstlich aufgeschüttelten Insel Dejima (vor Nagasaki) unterhalten durften. Heimlich ins Land kommende katholische Missionare wurden rasch aufgespürt, meist gefoltert, und danach hingerichtet bzw. dauerhaft inhaftiert. In der folgenden Zeit einer fast vollkommenen Abschliessung Japans von der Aussenwelt (Sakoku) existierte das Christentum in Japan nur noch in der Form der Kakure Kirishitan (Verborgene Christen), die mit mehr oder weniger Erfolg in untereinander kaum verbundenen Geheimgemeinden versuchten, ihren Glauben ohne Geistliche, Sakramente und authentische schriftliche Glaubensdokumente zu bewahren und dabei im Laufe der Zeit fast zwangsläufig eigene Rituale und Vorstellungen entwickelten. Die Mitte des 19. Jahrhunderts von den USA und europäischen Mächten erzwungene Öffnung Japans ermöglichte erstmals wieder katholischen Geistlichen, in Japan aktiv zu werden. Obwohl ihre Aktivität gesetzlich auf Ausländer beschränkt war, kam es 1865 zu einem ersten Kontakt des Pfarrers der neu errichteten Basilika von Nagasaki, Bernard Petitjean, mit japanischen Geheimchristen, von deren Existenz man im Westen nichts gewusst hatte. Ein grosser Teil der Geheimchristen kehrte zur katholischen Kirche und ihren üblichen Gebräuchen zurück. 1873 wurde das Christentum in Japan offiziell auch für die Einheimischen wieder zugelassen. Die weitere Entwicklung der christlichen Gemeinschaften in Japan (neben Katholiken nun auch Orthodoxe, Protestanten etc.) kann hier ausser Betracht bleiben. Wir richten unseren Blick im Folgenden auf die Christianomachia Iaponensis.

 

Die Christianomachia Iaponensis

Am 10. Oktober 1638 wurde auf dem Luzerner Mühlenplatz von den Schülern des dortigen Jesuitenkollegs ein Stück mit dem Titel Christianomachia Iaponensis (Der Kampf der Christen in Japan) aufgeführt. Auch in den folgenden Jahren wurden in Luzern und anderen Jesuitenkollegien der heutigen Schweiz Stücke aufgeführt, die sich den japanischen christlichen Märtyrern widmeten, die den oben skizzierten Verfolgungen zum Opfer gefallen waren. Dieses Interesse war keine schweizerische Besonderheit, sondern entsprach einem Trend der Jesuitenbühne, der bis zur temporären Aufhebung des Ordens im Jahr 1773 lebendig blieb, wobei es aber in Gehalt und Aussage der Stücke im Laufe der Jahrzehnte natürlich zu Modifikationen kam. Die Gesamtzahl derartiger Japanstücke beträgt mehr als 600.

Die Engelberger Handschrift der Christianomachia Iaponensis sowie ihre Abschrift stammen aus dem Nachlass des Lausanner Bischofs Jodok Knab (1593-1658), der zum Zeitpunkt der Aufführung Stiftspropst an St. Leodegar war. Er vermachte später seine Bibliothek testamentarisch je zur Hälfte den Klöstern Einsiedeln und Engelberg. Die beiden Manuskripte bieten keinen Anhaltspunkt zum Autor (oder den Autoren?) des Stücks. Es wird sich, wie üblich, um einen der meist jungen Patres gehandelt haben, die mit dem humanistischen Jugendunterricht betraut waren (für die meisten Jesuiten war das nur eine vorübergehende Beschäftigung in der Frühzeit ihres Ordenslebens, im Rahmen des sogenannten Scholastikats).

Es existiert eine gedruckte lateinisch-deutsche Perioche der Christianomachia Iaponensis, die für jede Szene die Bühnenhandlung kurz zusammenfasst. Sie bietet ausserdem ein Verzeichnis aller 175 Schauspieler, das zeigt, dass Eleven aller Klassen- und Altersstufen des Kollegs beteiligt waren. Die Zahl mag imposant erscheinen, doch waren im Jesuitentheater, sobald es für die öffentliche Aufführung den engen Raum der Schule verliess, auch noch wesentlich höhere Zahlen von Akteuren möglich. Es sind unter den Teilnehmern auch Sprecher für deutsche Prologe aufgeführt; diese Prologe sind in der Engelberger Handschrift nicht enthalten, dürften aber wohl den deutschen Inhaltsangaben der Perioche entsprechen, wie die lateinischen Inhaltsangaben des Manuskripts mit ihren Gegenstücken in der Perioche übereinstimmen. In der spärlichen Sekundärliteratur zur Christianomachia Iaponensis ist bei einigen Autoren übrigens unübersehbar, dass ihnen nur die Perioche vorlag, und nicht das Stück selbst.

Wir präsentieren in unserer Auswahl die Szenen 6-9 des vierten Akts sowie den an sie anschliessenden Epilog. Um einen besseren Eindruck vom Gesamtstück zu geben, beschreiben wir im Folgenden allerdings nicht nur den Inhalt dieser Passagen, sondern auch den der übrigen Szenen dieses Akts.

Szene 1: Japanische Christen werden an den heissen Quellen des Berges Unzen auf Befehl des Unemondo bedroht und gequält, und die meisten von ihnen werden dadurch zur Apostasie gebracht. Nur Simeon widersteht dem Schmerz und dem Zureden vonseiten des Verhörers und einiger Dämonen und erhält dafür Lob von Engeln, die die Szene beobachtet haben. Die Folter wird am Ende vorerst abgebrochen, um seinen Tod zu verhindern, da es dem Verhörer in erster Linie darauf ankommt, Simeon dem Christentum abspenstig zu machen.

Szene 2: Die japanischen Christen Joseph Asoyemon und seine Söhne Jakobus und Venustus bleiben dem Christentum treu; sie werden gekreuzigt und mit Lanzen durchbohrt.

Szene 3: Der japanische Christ Jacobus Cufioye wird zum Scheiterhaufen geführt und verabschiedet sich von seiner Frau Agatha, die herzlich bedauert, dass sie sein Martyrium nicht teilen darf. Auch ihre drei jungen Söhne Johannes, Ignatius und Michael sollen hingerichtet werden (durch Enthauptung). Die Mutter prüft im Gespräch die Bereitschaft der Kinder zum Martyrium und verabschiedet sich von ihnen. Wieder bedauert sie, dass sie nicht selbst zur Märtyrerin werden darf. Nach erfolgter Hinrichtung wirft man ihr die Häupter ihrer Söhne zu Füssen.

Szene 4: An der Christenverfolgung beteiligte Büttel (Lictores) unterhalten sich über die unbestatteten Häupter der drei Märtyrerknaben. Einer von ihnen fürchtet, dass unbestattete Häupter wieder lebendig werden können. Tatsächlich kommt ein grosses Haupt vorbei, das ihm Gelegenheit zu einer scherzhaften anatomischen Vorlesung bietet (es handelt sich um die eigenartigste Handlung in diesem Akt). Auch ein Wassersüchtiger kommt vorbei und wird von den Bütteln verspottet. Anschliessend wird dem treu zu seinem Glauben stehenden Christophorus auf Geheiss des Bungodono mit einer hölzernen Säge der Kopf abgeschnitten. Bungodono begibt sich nach Nagasaki, weil er gehört hat, dass sich dort gefangene christliche Priester befinden.

Szene 5: Der Dämon Beelzebub bewundert die Erfindungsgabe der Menschen im Erfinden neuer Martern, im Speziellen bewundert er den Bungodono. Er begibt sich zurück nach Europa, um die neuen Methoden den Schweden beizubringen (eine Anspielung auf den Dreissigjährigen Krieg, also ein aktuelles Zeitgeschehen). Constantia, die personifizierte Standhaftigkeit, berichtet vom Tod des Simeon (vgl. Szene 1). Dessen Beispiel bringt seinen Bruder Alexius dazu, seine in Szene 1 erfolgte Apostasie zu bereuen und zum Glauben zurückzukehren; Laurentius und Mantius schliessen sich ihm an. Constantia und mehrere Engel jubilieren darüber.

Szene 6: Ein Bote aus Nagasaki beschwert sich beim Shogun über die Grausamkeit des Unemondo, doch der Shogun heisst dessen Vorgehen gut (es ist eine Art negativer Fürstenspiegel; er zeigt, wie ein Herrscher sich nicht verhalten sollte). Mehrere Dämonen jubeln über Unemondo und Bungodono, doch die personifizierte Kirche Japans und Constantia rufen Gottes Rache herbei, Constantia will speziell Bungodono bestrft sehen. Nemesis, die personifizierte göttliche Rache, erscheint.

Szene 7: Bungodono kehrt krank von seiner Reise zurück. Durch einen Herold werden Ärzte herbeigerufen, die sich darüber streiten, wer von ihnen das beste Heilmittel hat; unverkennbar liegt hier eine witzige Ärztesatire vor. Bungodono schluckt einfach alle Heilmittel auf einmal, nachdem er den Christen für den Fall seiner Gesundung noch schlimmere Verfolgung angedroht hat (er ahnt, dass sie seine Erkrankung als Strafe Gottes betrachten werden). Der Herold berichtet dem Publikum in komischer Manier von einer eigenen zurückliegenden Erkrankung. Die Ärzte erteilen noch einige Weisungen, streiten untereinander über den Vorrang und rufen schliesslich die Hilfe der japanischen Gottheiten auf Bungodono herab.

Szene 8: Bungodono ist nach der Einnahme der Medikamente eingeschlafen. Ihm erscheinen die Geister früherer japanischer Gewaltherrscher, die von den Höllenqualen berichten, die sie nun im Jenseits erleiden. Er erwacht voller Schrecken und befiehlt, dass man ihn zu den Quellen am Berge Unzen führt.

Szene 9: Bungodono stirbt bei den heissen Quellen am Berge Unzen (also dort, wo dieser Akt mit den Leiden der dort gefolterten Christen auch begonnen hatte). Seine Reue kommt zu spät, wie ihm Nemesis in einem Wortwechsel deutlich macht. Er stirbt in Verzweiflung. Constantia und mehrere Engel jubeln.

Epilog: Die personifizierte Kirche von Rom (die schon im Prolog des Stücks aufgetreten war) bedankt sich bei der personifizierten Kirche von Japan für das, was sie gesehen hat. Die beiden gehen gemeinsam zur Verleihung der Schulpreise über.

Es gibt in dem Stück insgesamt keinen erkennbaren Hauptcharakter und keine durchgehende, alle Akte verbindende Handlung, aber doch teilweise szenenübergreifende Zusammenhang – so endet etwa der vierte Akt dort, wo er begonnen hat: bei den Unzen-Quellen. Schon der Titel – Christianomachia Iaponensis – macht deutlich, dass die Hauptrolle in diesem Stück nicht einer oder mehreren Hauptpersonen zukommt, sondern dem Kollektiv der heldenhaften japanischen Märtyrerchristen. Das Publikum, dem eine bunte, packende und abwechslungsreiche Handlung vorgeführt wurde, dürfte szenenübergreifende Zusammenhänge weniger vermisst haben als der Leser, für den dieses Bühnenstück freilich auch gar nicht geschrieben wurde.

Als der Christanomachia Iaponensis aufgrund bestimmter darin konkret behandelter Ereignisse der japanischen Christenverfolgung inhaltlich verwandte Stücke lassen sich feststellen: der in Eichstätt aufgeführte Iacobus Nacaximus (1664) und der Amberger Bungodonus (1667) von Christophorus Osterpeiter (1634-1699).

Das Stück ist zumindest teilweise beeinflusst von den Berichten über die Lage der japanischen Kirche des dort seit 1609 als Missionar und seit 1621 zudem als Provinzial der Jesuiten tätigen Cristóvão Ferreira, die Antonio Palmiero überarbeitet und auf Italienisch ediert hatte, bevor sie ein anonym gebliebener Jesuit ins Lateinische übersetzte. Diese Berichte waren Teil der systematisch betriebenen Publizistik, mit deren Hilfe die Jesuiten die europäischen Katholiken über das Schicksal ihrer aussereuropäischen Mitchristen informierten. Eine besondere Rolle spielte dabei der Jahresbericht Litterae Annuae, Berichte aus den Residenzen und Häusern des Ordens, die ursprünglich nur für den internen Gebrauch gedacht waren, dann aber auch öffentlich gemacht wurden, um ein breiteres Publikum für die Anliegen der Mission zu gewinnen.

Die Marter- und Hinrichtungsszenen der Christianomachia Iaponensis werden auf offener Bühne vorgeführt und dem Publikum nicht indirekt, etwa durch Botenberichte, vermittelt. Diese Drastik entspricht grundsätzlich den Gepflogenheiten des senecanischen Theaters, das für das Jesuitentheater bekanntlich eine grosse Vorbildfunktion besass, sie ist aber in diesem Stück besonders ausgeprägt. Aufgrund der Folter- und Hinrichtungsszenen attestierte Elida Maria Szarota der Christianomachia eine «unerhörte, unglaubliche, sadistische Grausamkeit». Omata Rappo nennt den vierten Akt «un veritable musée des tortures et exécutions du Japon» («ein wahres Museum der Folter- und Hinrichtungsarten Japans»). Das ist nicht unrichtig, doch darf man nicht vergessen, dass öffentliche Martern und Hinrichtungen damals auch in Europa zum Alltag gehörten (wenngleich die in der Christianomachia vorgeführten Methoden auf das Luzerner Publikum teilweise exotisch gewirkt haben dürften). Das Jesuitentheater zeichnete sich übrigens seit Ende des 16. Jahrhunderts zunehmend durch offene Gewaltdarstellungen aus. Es ging darum, die von den Märtyrern erlittenen Schmerzen sinnfällig werden zu lassen. Am Anfang standen dabei die Märtyrer der römischen Verfolgungszeiten im Vordergrund, dann kamen auch spätere und zeitgenössische Märtyrer auf die Bühne.

Was man über den auf die Bühne gebrachten Gräueltaten nicht vergessen sollte, sind die komischen Szenen. Der erste Teil der vierten Szene (nicht in unserer Auswahl), in dem ein selbständig laufendes Haupt und ein mit seinem angeschwollenen Körper wie schwanger erscheinender Wassersüchtiger auftreten, zeugen von einem grotesken Humor. Leider wirft der Text an einigen Stellen Rätsel auf. Um diese Passagen wirklich zu verstehen, müsste man sie auf der Bühne sehen; das beweist, dass es sich bei der Christianomachia Iaponensis um ein Bühnenstück, also um ein echtes Drama handelt. In unserer Auswahl enthalten ist dagegen die wunderbare Ärztesatire innerhalb der siebten Szene, der Wortwechsel selbstherrlicher Quacksalber, wer von ihnen Bungodono die beste Medizin anzubieten hat.

Die christlichen Japaner tragen in diesem Stück natürlich als Vornamen ihre christlichen Taufnamen, die den Zuschauern auch aus der eigenen Lebenswelt vertraut sind und es ihnen daher wohl erleichtern, eine innere Beziehung zu den Märtyrern zu gewinnen. Sofern sie Familiennamen tragen (was im damaligen Japan Ausdruck eines höheren Sozialstatus war), werden diese jedoch in japanischer Form beibehalten, wie bei Joseph Asoyemon in der zweiten Szene des vierten Akts. Das bedeutet: Menschen aus fremden Weltteilen mit exotischen Namen werden dem Luzerner Publikum als Glaubens- und Tapferkeitsvorbilder präsentiert. Dass darunter (wie Simeon in der ersten Szene des vierten Akts) auch vorbildhafte Knabengestalten sind, ist kein Zufall, sondern ein typischer Bestandteil der jesuitischen Japandramen. Diese Figuren konnten den als Schauspielen agierenden jugendlichen Jesuitenschülern als persönliche Vorbilder dienen. Das Stück diente so auch als eine propädeutische Vorbereitung auf ein mögliches Martyrium, das Zuschauer und Schauspieler zwar sicher nicht in der katholischen Zentralschweiz selbst zu fürchten hatten, das sie aber in einer Epoche konfessioneller Konflikte andernorts durchaus erwarten konnte; und das auch auf dem Territorium der heutigen Schweiz. Ganz zu schweigen vom Dreissigjährigen Krieg, der auch in der Eidgenossenschaft die Gemüter erregte und für das Luzerner Publikum ein geographisch naheliegendes, aktuelles und besorgniserregendes Zeitgeschehen war. Es ist kein Zufall, wenn der Dämon Beelzebub von den ihm wohlgefälligen Aktionen der protestantischen Schweden im Dreissigjährigen Krieg spricht (Akt 4, Szene 5).

Die traditionelle Religion der nicht-christlichen Japaner wird in der Christanomachia als ein heidnischer Polytheismus dargestellt, mit Gottheiten, deren exotisch klingende Namen (von denen es etwa in der von uns präsentierten siebten Szene des vierten Akts viele gibt) auf das Luzerner Publikum verwirrend oder gar komisch gewirkt haben dürften. Auf der Theaterbühne wären differenzierte Ausführungen zu Shintoismus und Buddhismus, den beiden in Japan bis heute vorherrschenden und zum Zeitpunkt der Theaterhandlung stark miteinander verschmolzenen Religionen (über die sich die Jesuitengelehrten durchaus ein vertieftes Wissen erarbeitet hatten), freilich auch nicht am Platz gewesen.

Inwiefern Bühnenbild und Kostüme dazu beitrugen, eine dem ferngelegenen Schauplatz entsprechende exotische Atmosphäre zu schaffen, darüber verrät der vorliegende Text leider nichts. Allzu viel japanische Authentizität darf man sich mit Sicherheit nicht vorstellen. Bühnenanweisungen sind im Text teilweise vorhanden, allerdings spärlicher, als der heutige Leser es sich wünschen würde. Es fehlen auch Angaben zu musikalischer Begleitung, die kaum vollständig gefehlt haben dürfte.

Gemäss der für eine säkulare Weltsicht paradoxen Logik der Märtyrerdramen triumphieren die Märtyrer gerade durch ihre irdische Niederlage, denn der gewaltsame irdische Tod um des Glaubens willen öffnet ihnen die Pforten des Himmelreichs. Daran lässt die Christianomachia Iaponensis nie einen Zweifel. Dennoch kommt es sicher einer Erwartung der Zuschauer entgegen, wenn die christliche Religion in diesem Stück noch auf andere Weise triumphieren kann, nämlich durch die sichtbare Bestrafung eines der Christenverfolger, die bereits in dieser Welt beginnt und die sich, so wird klar, im Jenseits in alle Ewigkeit fortsetzen wird. Bungodonos Tod im Wahnsinn schafft in diesem Sinne ein gewisses happy end und wirkt wie eine gerechte Vergeltung für seine Gräueltaten. Doch auch dabei bleibt kein Zweifel, dass ihn seine wirkliche Strafe erst jenseits der Todesschwelle erwartet, und dies trägt zu seiner Verzweiflung in seiner Todesstunde bei. Der vierte Akt schliesst dort, wo er begonnen hatte, am Berg Unzen. Hatten dort in der ersten Szene Christen gelitten, so widerfährt dort einem grossen Christenfeind seine gerechte Strafe. Dass der Leidensweg der japanischen Kirche auch nach Bungodonos Tod weitergehen wird, das fällt am Ende dieses Stückes freilich etwas unter den Tisch. Diess entspricht einer grundsätzlichen propagandistischen Tendenz der jesuitischen Japanstücke. Ein unerlöster Ausklang hätte wohl auch nicht zu der nachfolgenden Verleihung der Schulprämien gepasst.

 

Ausblick

Die Erinnerung an die japanischen Märtyrerchristen, die in der Christianomachia Iaponensis verherrlicht werden, ist auch in der Gegenwart lebendig geblieben, und das auch über den Binnenraum der katholischen Kirche hinaus. Das liegt sicher daran, dass hier Fragen berührt werden, die man unabhängig von bestimmten Weltanschauungen als universale Probleme wahrnehmen kann: so etwa die Begegnung fremder Kulturen und Religionen und daraus resultierende Konfliktrisiken; oder der grundsätzliche Wert von Glaubens- und Gewissensfreiheit. Internationale Bekanntheit erlangten vor allem der Roman Schweigen (1966) des Autors Shūsaku Endō (1923-1996), eines der wichtigsten und erfolgreichsten Schriftsteller des modernen Japans (und Katholiken), und dessen Verfilmung (2016) durch Martin Scorsese (*1942). Sowohl das von einem christlichen Existenzialismus geprägte Buch – unter «Schweigen» ist hier das Schweigen Gottes zu verstehen, der den von Glaubenszweifeln gemarterten Jesuitenmissionaren keine Antwort gibt – als auch seine Verfilmung sind von dem zuversichtlichen Triumphalismus des Luzerner Barockstücks denkbar weit entfernt. Es würde sich sicher lohnen, über eine solche erkennbare Mentalitätsänderung näher nachzudenken; hier ist nicht der Ort dafür.

Dafür wollen wir noch einmal auf die nicht zu gering anzuschlagende Tatsache hinweisen, dass das Luzerner Publikum an jenem fernen Oktobertag des Jahres 1638 Anteil nahm an Ereignissen, die in tausenden von Kilometern Entfernung in einer seinem Alltag gehörig fernstehenden Welt spielten. Auf diplomatischer, politischer und wirtschaftlicher Ebene kann man erst seit der Meji-Zeit von schweizerisch-japanischen Beziehungen sprechen. Eine kulturelle und spirituelle Japan-Rezeption allerdings hat schon viel früher stattgefunden. Sie verdankte sich dem katholischen Universalismus und der weltumspannenden Perspektive des Jesuitenordens, aus dessen Händen die katholische Schweiz ihre höhere Bildung empfing und der ihr in Verbindung damit viele theatralische Aufführungen schenkte. Die Christianomachia Iaponensis legt davon in beeindruckender Weise Zeugnis ab.

 

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