Gedicht über die thebäische Legion und Rede über den heiligen Mauritius
Chrétien Franc der Ältere · Jean Depraz
Einführung: Anne Andenmatten (deutsche Übersetzung: Clemens Schlip). Version: 19.03.2025.
Entstehungszeitraum: 1618 (Jahr der Druckausgabe).
Ausgaben: Gaspard Bérody, Thebaide sacree comprenant la vie de ce grand colonnel et general, capitaine de l’heureuse Legion Thebaine s. Maurice et de ses glorieux soldatz et compagnons […], Freiburg i. Üe., Guillaume Darbelley, 1618, fol. [A1]vo-[A2]vo]; P. Bourban (Hg.), Chronique de Gaspard Bérody. Le mystère de Saint Maurice et de la légion thébéenne, Freiburg i. Üe., 1894, 201-202.
Metrum (Gedicht von Depraz): elegische Distichen.
Die Biographien des Chrétien Franc und des Jean Depraz
Der 1618 in Freiburg gedruckten Thébaïde sacrée von Gaspard Bérody sind zwei Texte vorangestellt: ein Gedicht von Jean Depraz und eine kleine Prosa-Rede von Chrétien Franc, zwei Notaren aus Saint-Maurice. Weitere literarische Werke dieser beiden Personen sind weder überliefert noch bekannt. Der erste, Chrétien oder Christian Franc, Sohn des Notars Antoine, Bürger von Evian und Saint-Maurice, machte in seiner Heimatstadt eine glänzende Karriere und bekleidete verschiedene Ämter. Er wurde 1619 zum Notar und am 1. November 1620 zum Burgermeister der Stadt Saint-Maurice gewählt. 1626 wurde er vom Herzog von Savoyen, Charles-Emmanuel, in den Adelsstand erhoben, als Dank für die Dienste, die er und sein verstorbener Vater «bei einigen Gelegenheiten in den vergangenen Kriegen» geleistet hatten. Im Dezember 1629 erhält er vom Landrat den Status eines Walliser Landmannes; der Landrat bestätigt seinen ihm zuvor vom Herzog von Savoyen verliehenen Adelstitel. Er heiratete eine Bürgerin aus Sitten, Annilia Kuntschen, die Tochter des Notars Martin Kuntschen, einer herausragenden Persönlichkeit in der Stadt Sitten. Er heiratete auf jeden Fall vor August 1621, denn Annilia wird in einer Verkaufsurkunde, die am 18. August 1621 in Sitten ausgestellt wurde, als seine Ehefrau genannt. Wir kennen mehrere Kinder aus dieser Ehe, darunter Chrétien oder Christian, Chorherr von Saint-Maurice und Verfasser von Gedichten über kirchliche Persönlichkeiten aus dem Wallis, sowie Joseph-Tobie Franc, Abt von Saint-Maurice. Im Januar 1630 wird Chrétien Franc d. Ä. zusammen mit François Camanis, ebenfalls Notar, als Prior der Bruderschaft der Heiligen Fabien und Sebastian eingesetzt. Beide werden damit beauftragt, die Urkunden, Dokumente und recognitiones der ehemaligen Bruderschaft des Heiligen Geistes in Ordnung zu bringen und gleichzeitig die Zahlung des jährlichen Zinses einzufordern und die noch ausstehenden Zahlungen an die Bruderschaft einzutreiben.
Im Mai 1632 bekleidete dieselbe Person das Amt des Leutnants des Kastlans von Saint-Maurice. Einige Jahre später, im Mai 1637, als sich seine Tochter Trina mit Antoine de Furno aus Saint-Maurice verheiratete, war er Vizekastlan seiner Stadt und Sekretär des Landvogts von Saint-Maurice. Im November 1638 wurde er zum Syndic der Stadt Saint-Maurice ernannt, obwohl er auch Kastlan von Salvan war. Die Rede über das Martyrium des heiligen Mauritius verfasste er also schon vor Beginn seiner Notariatskarriere, in jungen Jahren.
In der Ausgabe der Thébaïde sacrée von Gaspard Bérody steht vor der Rede von Chrétien Franc ein Gedicht in elegischen Distichen zu Ehren des heiligen Mauritius und seiner Gefährten, das einzige bekannte Werk von Jean de Pratis oder Depraz. Letzterer nahm als Schauspieler an der Aufführung dieses Theaterstücks Thébaïde sacrée am 16. August 1620 in Saint-Maurice teil, wie in der Chronik von Gaspard Bérody, dem Autor und Regisseur dieses Stücks, berichtet wird. Jean Depraz, Chrétien Franc und Gaspard Bérody (letzterer war Notar, bevor er Domherr wurde) stammten aus demselben Milieu: Es handelte sich um Notare, Bürger von Saint-Maurice, die ein Netzwerk bildeten, das durch familiäre, eheliche, freundschaftliche und berufliche Bindungen verbunden war. Aus derselben Chronik von Bérody erfahren wir, dass Depraz im Februar 1639 stirbt, nachdem er 34 Jahre lang (1605-1639) als Grossweibel gedient hat. Er hinterlässt zwei Söhne, von denen einer in den Kapuzinerorden eingetreten ist und der andere ihm im Amt des Grossweibels nachfolgt.
Kommentar zum Gedicht des Jean Depraz
Als Vorwort zu Gaspard Bérodys Thébaïde sacrée in französischen Versen verfasste der Saint-Mauricer Notar und Grossweibel (sautier) Jean Depraz ein Gedicht in elegischen Distichen, das er der Prosa-Rede über das Martyrium des heiligen Mauritius und seiner Gefährten von Chrétien Franc beifügte. In diesem kurzen Gedicht zeichnet Depraz die wichtigsten Etappen des Lebens des Schutzheiligen seiner Stadt nach, das insbesondere in der anonymen Passion des heiligen Mauritius erzählt wird: Die Ankunft des Kaisers Maximianus im Wallis am Ufer der Rhone, begleitet von seiner Armee, die unter anderem aus einer Truppe christlicher thebäischer Soldaten besteht und von Mauritius angeführt wird; die Stationierung der Thebäer abseits der übrigen Armee in Saint-Maurice; die schrecklichen Befehle dieses «Tyrannen», die dem Glauben der thebäischen Legion widersprachen; die aus ihrer Treue zu Christus resultierende Weigerung des heiligen Mauritius und seiner Gefährten, ihrem Anführer zu gehorchen, den traditionellen Eid auf den Kaiser zu schwören und die heidnischen Götter zu verehren; der glühende Zorn des Maximianus; das Massaker der Legion durch die Strafe der Dezimierung und schliesslich der Ruhm der heiligen Märtyrer. Alles in allem stellt das Gedicht eine Inhaltsangabe des folgenden Stück von Berodys dar. Diese sehr einfache Erzählung wird auf sehr unaufdringliche Weise mit der Sprache der Autoren des klassischen Altertums geschmückt, in einem einfachen und eleganten Stil. Depraz gibt die Verse, die er den antiken Autoren entnommen und in sein Gedächtnis eingebrannt hat, niemals eins zu eins wieder. Neben Cicero und Vergil, den Klassikern unter den Klassikern, scheint er auch Properz, Ovid und Seneca zu kennen. So erinnert der Ausdruck in astra manus an Distichen von Properz: eines mit der Formel astra manu(s) in derselben metrischen Position am Ende des Pentameters, ein anderes mit der gleichen Kombination des Verbs cessit und dem sehr ähnlichen Pentameterschluss in astra via:
tu prius et fluctus poteris siccare marinos,
altaque mortali deligere astra manu, […].
qua Siculae victor telluris Claudius et qua
Caesar, ab humana cessit in astra via.
Cessit, et a reliquo seiuntus milite, puras
Thebaeus tendit miles in astra manus.
Ausserdem erinnert die beschriebene Szene eines Gebets mit «reinen», zum Himmel ausgestreckten Händen an das Gebet von Iphis an Lucina in einer Passage aus Ovids Metamorphosen, wobei mehrere Worte verwendet werden, die entweder identisch oder synonym sind:
Monuit thalamoque recessit.
laeta toro surgit, purasque ad sidera supplex
Cressa manus tollens, rata sint sua visa, precatur.
Cessit, et a reliquo seiuntus milite, puras
Thebaeus tendit miles in astra manus.
In den folgenden Versen wird Maximianus als tyrannus bezeichnet, wie in der Rede von Chrétien Franc, die auf dieses Gedicht folgt, und wie in der Passion der Märtyrer von Acaunum (Saint-Maurice) von Eucherius von Lyon. Der Kaiser wird mit einer Häufung mehrerer negativer Begriffe (atrox, terrificas minas, ore feroce, furens, fremit) als eine schreckliche Erscheinung geschildert. Die Wahl des Wortes ructans verbindet Maximianus mit dem von Cicero gezeichneten Bild von Catilina. Der römische Redner schilderte dessen schamlose Ausschweifung mit einem sehr ähnlichen Begriff: eructant sermonibus suis caedem bonorum atque urbis incendia. Der Begriff terrifica erinnert an viele Passagen lateinischer Dichter. Die Kombination der Wörter ferox, os und mina wird in einem Theaterstück von Seneca verwendet, um Athene zu beschreiben, die die bedrohliche Aegis in Händen hält, und erinnert an einen Vers aus den Metamorphosen, in dem der furchterregende Riese Typhoeus Flammen speit. Einige Verse weiter konstruiert unser Dichter das Verb fremit mit dem direkten Objektzusatz iussa, genau wie in einer Passage aus der Thebais von Statius. Dieses Porträt des Tyrannen hat einen topischen Charakter, der bereits in den beiden Passionen der Märtyrer von Acaunum, der anonymen und der von Eucherius von Lyon, enthalten ist. Tatsächlich schöpfen diese beiden hagiographischen Texte selbst bereits aus dem Reservoir der antiken Literatur, um Maximian als blutrünstigen, ausschweifenden und grausamen Tyrannen zu porträtieren. So findet beispielsweise das von Depraz gewählte Adjektiv furens in der anonymen Passion seinen Widerhall: iracundiae furore completus. Durch das Aufgreifen dieser verschiedenen antiken Vorbilder versucht Jean Depraz, den Kaiser Maximian so furchterregend und abstossend wie möglich darzustellen.
Anschliessend werden in die Schilderung der Dezimierung der Soldaten mehrere Verse aus der klassischen Dichtung, von Vergil, Ovid und Properz, eingeflochten:
crudelis aras traiectaque pectora ferro
nudavit, caecumque domus scelus omne retexit.
Nudaque per lusus pectora nostra patent.
[…] demissis plangas pectora nuda comis.
Depraz verwendet ähnliche Wörter, die in derselben metrischen Position stehen, am Pentameterschluss:
Exultunt quos illa ferit: mors omnibus una
Expetitur, ferro pectora nuda patent.
Der Hexameterschluss omnibus una kommt bei den klassischen Dichtern mehrfach vor, ist hier jedoch sehr passend platziert, um die Solidarität der thebäischen Soldaten bis in den Tod hinein zu betonen. Das in einem metaphorischen Sinn verwendete Wort seges beschliesst diese Erzählung über das Leiden des heiligen Mauritius und seiner Gefährten. Ein Echo des berühmten Verses aus den Georgica scheint in dem abschliessenden Ausruf widerzuhallen, der die Freude der Märtyrer über ohre Enthauptung ausdrückt: «O allzu glückliche Legion!». Die Antithese zwischen crudeli und beata in einer Chiasmuskonstruktion (legio crudeli sorte beata) unterstreicht die paradoxe Haltung der heiligen Märtyrer: Sie strahlen Freude und Frieden aus, während der grausame Tod sie ereilt.
Kommentar zur Rede über den heiligen Mauritius von Chrétien Franc
Chrétien Franc möchte als Bürger von Saint-Maurice mit dieser Rede nicht nur den Heiligen Mauritius ehren, der die gesamte Geschichte seiner Stadt geprägt hat und dessen Reliquien seit Jahrhunderten in der Abtei verehrt werden, sondern auch das poetische und theatralische Werk von Gaspard Bérody, die in französischen Versen verfasste und 1618 in Freiburg veröffentlichte Thébaïde sacrée, vorstellen und die Werbetrommel dafür rühren. Das Stück wurde am 16. August 1620 in Saint-Maurice unter freiem Himmel im Obstgarten der Abtei «en Chabloz» unter den Felsen von Notre-Dame du Scex aufgeführt. Die Aufführung, die vom Autor selbst organisiert wurde, war ein voller Erfolg und dauerte von 10 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags! Das Stück handelt vom Martyrium des heiligen Mauritius und seiner Gefährten, also ein hagiographisches Thema, wie es in der Schweiz im Geiste der katholischen Gegenreformation sehr beliebt war. Als Rektor der Schule von Saint-Maurice liess sich der Autor Bérody von der Tradition des humanistischen und des jesuitischen Theaters mit seiner pädagogischen, didaktischen und moralischen Zielsetzung inspirieren. Er war nämlich darauf aus, die religiöse Bildung und Erbauung seiner Schüler, aber auch der gesamten Bevölkerung zu gewährleisten. Die 188 Schauspieler sind grösstenteils Chorherren, Notare, junge Männer und Einwohner der Stadt Saint-Maurice. Laut der Liste der Schauspieler spielte unser Autor Chrétien Franc selbst die Rolle des heiligen Candidus, während der Abt Georges Quartéry die Rolle des heiligen Mauritius übernahm. Unter den Zuschauern befanden sich die höchsten Walliser Behörden und sogar mehrere Protestanten, darunter der Berner Landvogt von Aigle, Peter Haller.
In der Freiburger Ausgabe des Stücks geht die Rede von Chrétien Franc dem Theaterstück voraus und dient ihm gewissermassen als Vorwort. Der Autor, der kein Chorherr der Abtei und kein Kirchenmann ist, feiert darin zunächst ganz allgemein die Wunder Gottes und erinnert daran, wie seine Macht die Menschheit verwandeln und auf den Weg der Heiligkeit führen kann. Die Antithese ex improbis sanctos bildet einen starken Abschluss dieses ersten Absatzes und fasst ihn zusammen. Die Wortwahl inveteratorum in scelere voluntates weist vielleicht auf eine gründliche Kenntnis der Werke Ciceros hin. In diesem ersten Absatz tut die Adverbienhäufung repente, extemplo, aeque, impense, egregie fast schon zu viel des Guten.
Anschliessend führt der Autor Argumente dafür an, dass Christen das Recht haben, Heilige zu verehren, so wie Heiden ihre Helden verherrlichen, wie Achilles von dem genialen Homer (den Franc als praeclarus philosophus bezeichnet) verherrlicht wurde. Er spielt auf eine berühmte Anekdote an, die über Alexander den Grossen überliefert ist: Als dieser das Grab des griechischen Helden besuchte, seufzte er, Achilles könne sich glücklich schätzen, einen solchen Dichter gehabt zu haben, der von seine Heldentaten berichtet habe. Dies ist das zentrale Argument der Rede: Sie rechtfertigt den Einsatz von Literatur, Poesie, Theater und Geschichtsschreibung nach dem Vorbild der heidnischen Antike, um die Verehrung lokaler Heiliger zu steigern, die Frömmigkeit zu fördern und die Andacht zu vermehren. Wie bereits erwähnt, möchte er auch die Werbetrommel für das Theaterstück von Gaspard Bérody rühren, das demselben Zweck dient.
Im letzten Absatz der Rede legt Chrétien Franc seine Absichten oder Wünsche an die zukünftigen Leser des Stücks dar. Er stellt Bérody als einen von Gott inspirierten Dichter (inspiratus author) vor, ähnlich wie die antike Sibylle, die von Apollon inspiriert wurde. Diese durch die textlichen Ähnlichkeiten nahegelegte Assoziation verstärkt das zentrale Argument der Rede, nämlich die Rechtfertigung des Rückgriffs auf antike und heidnische literarische Vorbilder, um eine durch und durch christliche Botschaft zu vermitteln. In Anlehnung an die Tradition der Widmungsbriefe werden die Leser oder Zuschauer des Werks aufgefordert, Nachsicht mit möglichen Fehlern zu üben und dem Stück eine gute Aufnahme zu bereiten. Der Autor verwendet typische Ausdrücke des klassischen Altertums: den Imperativ plaudite, der traditionell von dem Schauspieler ausgesprochen wird, der das Publikum am Ende des Stücks anspricht, und die Formel boni consulite, die mit dem Genitivus pretii konstruiert ist und hier durch das redundante aequi verstärkt wird.
Chrétien Franc färbt seine lateinische Sprache mit einigen Ausdrücken, die er den bekanntesten klassischen Dichtern entlehnt hat, insbesondere denjenigen, die in den Schulen gelesen werden, wie Vergil und Plautus. Vielleicht liess er sich durch die Beschreibung des Pferdes von Alexander dem Grossen bei Plinius dem Älteren und der Furie Allecto in Vergils Aeneis inspirieren, um Maximians zornverzerrtes Gesicht zu charakterisieren: torvos tyrannorum aspectus. Dem lateinischen Komödiendichter Plautus entlehnt er die Ausdrücke minas eorum flocci [...] fecerunt, teruntii fecerunt und parvi facere. Er beschreibt die mutige Haltung der thebäischen Soldaten, indem er von Titus Livius den Ausdruck constanti animo entlehnt, der auch an die Passion der Märtyrer von Acaunum nach Eucherius von Lyon erinnert. Übrigens wird Maximian in dieser Passion auch als tyrannus bezeichnet. Die Argumentation ist zwar wohlstrukturiert, aber die Rede weist einige Unzulänglichkeiten auf, die vielleicht auf die Jugend des Autors zurückzuführen sind: Lücken, Verwechslungen sowie ein etwas holpriger Satzbau.
Es will scheinen, dass die Saint-Mauricer Notare einen kleinen Mikrokosmos bilden, der von klassischer Kultur und lateinischer Poesie durchdrungen ist. Die Eleganz ihrer Feder, insbesondere die von Depraz, dem dichtenden Grossweibel, stellen sie in den Dienst ihrer Frömmigkeit und ihres Glaubens. Sie bemühen sich, den Schutzpatron ihrer Stadt und der Abtei zu ehren, die am Eingang zum Wallis wacht, an dessen Grenze die Ausbreitung der reformierten Religion zum Stillstand gekommen ist.
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